Zum Inhalt

Markierungen

Warum markieren?

Markieren Sie mutig

Lassen Sie eine Markierung nicht aus, nur weil Sie an der Bedeutung der Beobachtung zweifeln. Markieren Sie sie und setzen Sie die Wichtigkeit auf Unbedeutend – sie bleibt im System erhalten, stört aber nicht das Lagebild der Einsatzleitung.

Beobachtungen im GelĂ€nde sollten sofort im jeweiligen Moment markiert werden, nicht erst nach der RĂŒckkehr zur Einsatzleitstelle. GrĂŒnde dafĂŒr:

  • Der Standort ist zuverlĂ€ssig bekannt – im Nachhinein ist es unmöglich, sich an den genauen Ort zu erinnern
  • Der Zeitpunkt wird automatisch gespeichert
  • „Der Abfall des einen ist der Schatz des anderen" – eine fĂŒr Sie unbedeutende Beobachtung kann fĂŒr jemand anderen entscheidend sein

Eine neue Markierung erstellen

Neue Beobachtung hinzufĂŒgen

Eine Markierung wird ĂŒber die Plus-SchaltflĂ€che hinzugefĂŒgt. Anschließend wird der Beobachtungstyp ausgewĂ€hlt.

Ist die eigene Standortbestimmung aktiv, wird die Markierung automatisch an Ihrer GPS-Position platziert. Mit Handschuhen mĂŒssen Sie also nicht exakt auf die richtige Stelle zielen.

Beobachtungstypen

Karttahimmeli bietet sechs Beobachtungstypen fĂŒr Punktobjekte:

Markierung Verwendung
Luftspur Luftspur-Reaktion des Hundes – der Hund kann die Richtung zur Geruchsquelle anzeigen
FĂ€hrtenarbeit FĂ€hrtenanzeige des Hundes oder ein im GelĂ€nde sichtbarer Fußabdruck
Gegenstand Ein mit der vermissten Person verbundener Fund – Gegenstand, AusrĂŒstung oder anderes Objekt
Hinweis aus der Bevölkerung Hinweis aus der Bevölkerung oder mögliche Sichtung der gesuchten Person
Person HauptsĂ€chlich in Übungen verwendet: Standort oder Fundort der Zielperson
Sonstige Markierung Allgemein verwendbare Markierung – geeignet fĂŒr alles, was sich nicht anders einordnen lĂ€sst

Die Markierung „Person" in Übungen

Die Markierung Person erscheint im Replay als eigene animierte Markierung, was den gemachten Fund anschaulich macht. Das eignet sich auch gut, zum Beispiel beim Erstellen von Videos fĂŒr soziale Medien.

Wichtigkeit der Markierung

FĂŒr jede Markierung kann eine Wichtigkeit festgelegt werden:

Wichtigkeit Bedeutung
Wichtig Sofort die Einsatzleitung anrufen! Beeinflusst den weiteren Suchverlauf.
Normal Meldepflichtige Beobachtung, je nach EinschÀtzung Kontakt zur Einsatzleitung
Unbedeutend Keine unmittelbare Bedeutung fĂŒr die Suche, wird aber gespeichert

Als unbedeutend markierte Beobachtungen erscheinen auf der Karte abgeblendet und stören das Lagebild nicht – sie bleiben aber gespeichert, falls spĂ€ter darauf zurĂŒckgegriffen werden muss.

Im MenĂŒ fĂŒr die Wichtigkeit der Markierung finden sich auch Spezialmarkierungstypen: Textmarkierung, Rastermarkierung und der MSO-Ausgangspunkt. Jeder markierte Punkt kann unabhĂ€ngig von seiner aktuellen Wichtigkeit direkt in einen MSO-Planungspunkt (Managing Search Operations) umgewandelt werden, indem im WichtigkeitsmenĂŒ MSO-Ausgangspunkt (IPP) ausgewĂ€hlt wird. Siehe Einsatzplanung (MSO).

Wichtig = Einsatzleitung anrufen

Wenn Sie eine Beobachtung als wichtig markieren, rufen Sie unverzĂŒglich die Einsatzleitung an. Eine Markierung in Karttahimmeli allein reicht nicht aus – die Einsatzleitung hat weitere Aufgaben und verfolgt die Karte möglicherweise nicht in Echtzeit.

Richtungspfeil

Richtung der Beobachtung

Zu einer Beobachtung kann ein Richtungspfeil hinzugefĂŒgt werden – aus welcher Richtung ein GerĂ€usch kam oder wohin eine FĂ€hrte fĂŒhrte. Der Richtungspfeil wird beim Erstellen der Beobachtung hinzugefĂŒgt.

VerfĂŒgt das Telefon ĂŒber einen funktionierenden Kompass, können Sie das Telefon in die Richtung der Beobachtung ausrichten und die Richtung automatisch speichern lassen. Andernfalls wird die Richtung durch Ziehen des Pfeils vom Fadenkreuz aus eingestellt.

Koordinatenraster in der Veranstaltungskoordination

Im SanitĂ€tsdienst bei Veranstaltungen und im Ordnungsdienst wird seit Langem ein 50-Meter-Raster als Koordinatenkarte des VeranstaltungsgelĂ€ndes verwendet. Karttahimmeli unterstĂŒtzt diese etablierte Praxis direkt.

Der Markierungstyp Raster 50 m zeichnet ein Koordinatenraster auf die Karte:

  • Die ZellgrĂ¶ĂŸe betrĂ€gt 50 m × 50 m (ein 25-m-Raster folgt spĂ€ter)
  • Spalten werden von links nach rechts nummeriert: 1, 2, 3 

  • Zeilen werden von oben nach unten mit Buchstaben bezeichnet: A, B, C 


Der Standort kann per Koordinate ĂŒbermittelt werden, z. B. B7 – alle am Einsatz Beteiligten finden den Punkt auf ihrer Karte sofort und ohne weitere ErklĂ€rung, und der Standort lĂ€sst sich auch auf einem Kartenausdruck leicht finden.

Verwendung

Plus-SchaltflĂ€che drĂŒcken → Sonstige Markierung auswĂ€hlen → Raster 50 m auswĂ€hlen → auf der Karte die Stelle antippen, an der die obere linke Ecke des Rasters platziert werden soll. Das Raster wird sichtbar, sobald die Karte auf etwa Zoomstufe 14 oder tiefer eingezoomt ist.

Das Raster lÀsst sich auch in Such- und RettungseinsÀtzen einsetzen, sobald ein Gebiet in koordinierte Sektoren eingeteilt werden soll.

50-m-Raster ĂŒber Luftbild
50-m-Raster ĂŒber Luftbild – Spalten 1–4, Zeilen A–C von der oberen linken Ecke aus sichtbar

Gebiete und PlÀne

Neben Punktbeobachtungen können auf der Karte auch Gebiete und RoutenplĂ€ne eingezeichnet werden. Die Zeichenwerkzeuge sind ĂŒber die Plus-SchaltflĂ€che erreichbar. Beim Zeichnen eines Gebiets zeigt die App die FlĂ€che in Echtzeit an; beim Zeichnen eines Routenplans werden die GesamtlĂ€nge sowie die LĂ€nge des zuletzt gezeichneten Segments angezeigt.

Einem gezeichneten Gebiet oder Plan lassen sich durch Antippen des Objekts ein auf der Karte sichtbarer Name sowie Kommentare hinzufĂŒgen. Die Farbe des Plans kann aus vier Optionen gewĂ€hlt werden.

Routenbereich – ein spezielles Werkzeug zum Einzeichnen von Suchgebieten fĂŒr Routenteams: Route zeichnen und die Suchtiefe auf beiden Seiten der Route festlegen.

Zusatzinformationen zum Gebiet

Zugriff auf Gebietsdetails

Die Zusatzinformationen eines Gebiets sind nur zugÀnglich, wenn die Karte so weit herausgezoomt ist, dass das gesamte Gebiet auf dem Bildschirm zu sehen ist. Bei nÀheren Zoomstufen trifft ein Antippen stattdessen Punktbeobachtungen oder PlÀne.

Überlappen sich Markierungen auf der Karte, zeigt Karttahimmeli ein Auswahlfenster, in dem Sie mit den Pfeilen oder durch Wischen auf dem Smartphone das gewĂŒnschte Objekt auswĂ€hlen können.

Arbeiten ohne Netzverbindung

Karttahimmeli funktioniert auch bei instabilem Mobilfunknetz, doch einige Punkte sind zu beachten:

  • Einem neuen Einsatz können Sie nur beitreten, wenn eine Netzverbindung besteht
  • Kartenkacheln sollten Sie in den GerĂ€tespeicher laden, solange Sie noch guten Empfang haben – am besten schon, bevor Sie zum Einsatzort aufbrechen!
  • Die Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter im GelĂ€nde ist unterschiedlich. Funktioniert eine Verbindung besser, können Sie sie ĂŒber WLAN mit den ĂŒbrigen Teammitgliedern teilen. Das spart im Team sogar Akku, da nur ein GerĂ€t die Verbindung zum Mobilfunknetz aufrechterhalten muss.

Offline-Nutzung

Markierungen werden lokal gespeichert und automatisch gesendet, sobald die Verbindung zurĂŒckkehrt. Auch die Markierungen anderer werden geladen, sobald es möglich ist. Schalten Sie die App im Wald nicht nur deshalb aus, weil das Netz nicht funktioniert. Steht links unten etwas anderes als „CONNECTED", ist die Netzverbindung unterbrochen. Zoomen Sie so weit wie möglich heraus und dann wieder hinein, um die Kartenengine zu zwingen, das Laden erneut zu versuchen. Es lohnt sich außerdem, eine höher gelegene Stelle im GelĂ€nde aufzusuchen und dort die benötigten Kartenkacheln zu laden.

Eine Markierung wird zunĂ€chst lokal gespeichert und an den Server gesendet, sobald eine Netzverbindung verfĂŒgbar ist. Ein sich drehendes Symbol an der Plus-SchaltflĂ€che zeigt an, dass die Übertragung noch lĂ€uft.

Markierungen ansehen

Beobachtungs-Popup

Durch Antippen einer Markierung sehen Sie:

  • Zeitpunkt
  • Teamname
  • Zusatzinformationen und Kommentare
  • GPS-Genauigkeit zum Zeitpunkt der Markierung (mit 95 % Genauigkeit hat sich das Team innerhalb des angegebenen Radius befunden; fĂŒr eine Wahrscheinlichkeit von 99 % ist die Genauigkeit mit drei zu multiplizieren)
  • Winddaten der nĂ€chstgelegenen Wetterstationen

Winddaten werden automatisch gespeichert – das ist besonders fĂŒr Rettungshundestaffeln bei der Nachbesprechung nĂŒtzlich.